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  #11  
Alt 02.01.2017, 16:14
Fabi aus Berlin Fabi aus Berlin ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 15.01.2014
Beiträge: 198
Soweit ich mich erinnere, muss bei Spannungen > 1kV ein Schlüsselschalter bei den Prüfgeräten vorhanden sein, welcher die Hochspannung zulässt. Soweit ich gesehen habe, ist bei diesem Gerät kein Schlüsselschalter vorhanden.
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  #12  
Alt 03.01.2017, 11:59
Beerchen78 Beerchen78 ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 07.04.2013
Beiträge: 28
Hallo Fabi,

vielen Dank für deinen Kommentar.
Ich habe mir die Zusammenfassung/Erläuterung der VDE0104 aus dem "Elektropraktiker" von K. Bödeker und die BGI891angeschaut.
Demnach wird es ein Prüfplatz mit zwangsläufigen Berührungsschutz, durch die Verwendung eines Prüfkäfiges mit zwangsgeführten Kontakten, welche über die Interlock Kontakte des Gerätes geführt werden. Es kommen keine Prüfspitzen zum Einsatz. Zusätzlich kommt eine Kontaktmatte zum Einsatz, welche softwaremäßig erfasst wird. Die Ansteuerung des Gerätes erfolgt per Software. Softwareunabhängig ist ein Test bei nicht geschlossenem Deckel nicht möglich (Interlock). Die Betriebszustände sollen per Leuchtmelder (rot/grün) direkt aus dem Prüfgerät heraus angezeigt werden.

MfG
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  #13  
Alt 03.01.2017, 12:26
Fabi aus Berlin Fabi aus Berlin ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 15.01.2014
Beiträge: 198
Beim Aufbau vom Prüfkäfig sollte unbedingt auf die Abstände und die Maschenweite geachtet werden (Verbots und Annäherungszone). Der Zugang zum Prüfkäfig sollte unbedingt mit einem Sicherheitsschalter gesichert werden, normale Schalter sind nicht ausreichend, wenn man ein zwangsläufigen Berührungsschutz haben will. Der Notausschalter muss innerhalb und außerhalb des Prüffeldes aufgebaut werden. Die Prüfungen dürfen nur von Elektrofachkräften oder elektrotechnisch unterwiesen Personen durchgeführt werden. Eine Betriebsanweisung wird auch benötigt.
Der Stromkreis für das Hochspannungsprüfgerät muss einen Personenschutz RCD besitzen.

Am besten eine Gefährdungsbeurteilung vor den Aufbau der Anlage durchführen.

Bei den Berufsgenossenschaften gibt es einen schönen Kurs, welcher diese Thematik behandelt. Kann diesen sehr empfehlen (Kurs Prüfanlagen oder so ähnlich).

Gruß

Fabi aus Berlin
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  #14  
Alt 03.01.2017, 13:43
IH-Elektriker IH-Elektriker ist offline
Unter Strom
 
Registriert seit: 09.01.2013
Beiträge: 995
Zitat:
Zitat von Fabi aus Berlin
Beim Aufbau vom Prüfkäfig sollte unbedingt auf die Abstände und die Maschenweite geachtet werden (Verbots und Annäherungszone). Der Zugang zum Prüfkäfig sollte unbedingt mit einem Sicherheitsschalter gesichert werden, normale Schalter sind nicht ausreichend, wenn man ein zwangsläufigen Berührungsschutz haben will

Im Endeffekt sind hier die gleichen Grundlagen was Abstände, Durchgreifen bzw. Übergreifen, Schutzzaunhöhe usw. betrifft herzunehmen wie man diese auch bei der „normalen“ (nichtelektrischen) Sicherheit anwenden würde – natürlich dürfen diese nicht geringer sein wie die Abstände welche sich aus der elektrischen Gefährdung ergeben

Ob die Gefahr für den Menschen aus einer mechanischen Gefahr (z.B. Roboter, sich bewegende Maschinenteile) oder aus einer elektrischen Gefahr (z.B. Prüfspannung) besteht ist nämlich im Endeffekt völlig egal….

In diesem Zusammenhang kann man auf folgende Normen zurückgreifen:

DIN EN ISO 14120 – trennende Schutzeinrichtungen
DIN EN ISO 13857 – Sicherheitsabstände (Sicherheitsabstände gegen das Erreichen von Gefährdungsbereichen mit den oberen und unteren Gliedmaßen)
DIN EN ISO 14119 – Verriegelungseinrichtungen für bewegliche trennende Schutzeinrichtungen

Wichtig für die Abstände wegen über- und durchgreifen durch die üblichen Zäune sind die Tabellen 2, 3 und 4 in der DIN EN ISO 13857. Sind diese Abstände eingehalten bzw. werden sie überschritten ist man im Normalfall auf der sicheren Seite. Teilweise sind diese Abstände nicht unbedingt durch den „gesunden Menschenverstand“ erklärbar, daher macht es durchaus Sinn auf die Angaben aus der Norm zurückzugreifen.

Die übliche „elektrischen Vorschriften“ sollten natürlich auch mit beachtet werden (setze das mal als logisch vorraus…)

Dazu eine formal halbwegs saubere Risikoanalyse nach ISO 12100 und wenn es dann doch mal „brizzelt“ und ein Kollege mit rauchendem Haar und leicht verkohlt dasteht kann man zu Recht hoffen das einem keine grobe Fahrlässigkeit bei der Planung des Prüfplatzes nachgeweisen werden kann
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