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  #1  
Alt 16.10.2006, 20:58
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.480
Qualifikation eines Prüfers

Moinmoin zusammen,

mich interessiert mal Eure Meinung. Welche Qualifikation/Eignung muß jemand haben, der an Geräten die Wiederholungsprüfungen nach VDE 0702 ausführt.

Was in den Normen steht weiß ich, mir geht es hier um Eure Meinung. Ich kenne z. B. einen Gesellen, der sich dort sehr gut auskennt und sich in das Thema eingearbeitet hat. Ich kenne aber auch einen Meister, der mich bei dem Begriff LAR anguckte wie ein Auto. Beide prüfen.

Gruß Olaf

PS: Ich benötige die Meinungsumfrage, da ich die Anforderungen evtl. zu hoch ansetze.
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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  #2  
Alt 16.10.2006, 21:24
Elekjet
 
Beiträge: n/a
Hallo Olaf S-H,

wer soll sich jetzt als inkompetent outen?
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  #3  
Alt 16.10.2006, 22:17
Benutzerbild von kabelmafia
kabelmafia kabelmafia ist offline
Meister-Prüfer
 
Registriert seit: 07.04.2003
Ort: eigentlich Hamburg, aber überall und nirgends
Beiträge: 7.363
Moin,

tja, das ist ein schwieriges Thema. Ein Arbeitskollege von mir (nennt sich Obergeselle) will mit der ganzen Prüferei nix zu tun haben, da er da eh nicht durch sieht und mit der Handhabung und Vorschriftslage überfordert ist. Ich nehme ihn gerne mit um mir bei den Prüfungen die Typenschilder vorzulesen (Lehrlingstätigkeit).

Ich kenne aber auch Kollegen in anderen Firmen die haben morgens ein Prüfgerät und 150 Plaketten in die Hand bekommen und wußten nichts damit anzufangen.

Es wäre sicherlich schöner, wenn man sich zusätzlich zur "zertifizierten Elektrofachkraft für Prüfaufgaben nach DIN VDE 0702" qualifizieren könnte. Weiterhin könnte man dort bereits seine Kompetenzgebiete festlegen. (aber da sind wir eher schon bei anderen VDE´s als der 0702....).
Denn es ist ja nicht nur die Prüfung an sich, sondern ein komplexes Gebilde aus verschiedenen Rechtsvorschriften - alleine um die Prüfungsorganisation kann man Bücher schreiben. Ohne zusätzliche Schulung halte ich das für die normale EF für zu unübersichtlich.
Langfristig habe ich vor, mich ausschließlich mit dem Thema "Prüfung" zu beschäftigen. Leider wird man da als Geselle nicht für voll genommen, als Meister schon eher (ist in Vorbereitung).

Allerdings möchte ich nicht soweit gehen, daß man pro Jahr 1000 geprüfte Geräte nachweisen muß, um seine Lizenz nicht zu verlieren.
Damit wäre auch beim Kunden transparenter, ob man für den Auftrag ausreichend know-how hat.
__________________
Der Strom kann ruhig bunt sein-ohne Kabel nützt das nix.
Bild: NAKBA 3x95/50sm 0,6/1kV VDE U 0250:1936
Dieser Beitrag wurde mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt und basiert auf fundierten Kenntnissen der elektrotechn. Regelwerke. Er ist eine pers. Interpretation des Autors. Etwaige rechtliche Empfehlungen und Hinweise sind unverbindlich, eine Rechtsberatung findet nicht statt.
Haftungsansprüche gegen den Autor, die durch die Nutzung oder Nichtnutzung der angebotenen Informationen bzw. durch die Nutzung fehlerhafter und unvollständiger Informationen verursacht werden, sind ausgeschlossen.

Geändert von kabelmafia (16.10.2006 um 22:26 Uhr).
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  #4  
Alt 16.10.2006, 22:59
Benutzerbild von Horst
Horst Horst ist offline
Solexfahrer
 
Registriert seit: 12.07.2005
Ort: NRW
Beiträge: 204
Für mich ist qualifiziert, wer die erforderlichen Messgeräte sicher handhaben kann
und in der Lage ist, Messergebnisse zu interpretieren.
Was ich damit sagen will ist folgendes.
Der Mann / die Frau hat Erfahrung im Umgang mit der Messtechnik (auch die Normen) einerseits,
kann aufgrund seiner Prüferfahrung eine Aussage über die elektrische Sicherheit des Prüfobjektes machen.
Da es die eierlegende Wollmilchsau weder bei der Messtechnik noch bei den Prüfern gibt,
beschränkt sich die Aussage der Eignung immer auf den gewohnten Arbeitsbereich des Prüfers.
Es gibt sicher genügend Beispiele, die belegen können was ich damit ausdrücken will.
Eins nur.
Wenn die Zuleitung zur Handbohrmaschine einen von der Messtechnik akzeptierten
Schutzleiterwiderstandswert hat, die Prüfung also bestehen würde,
rein rechnerisch aber eine vierfache Kabellänge vorhanden sein müsste,
erwarte ich vom Prüfer, dass er genau das erkennt und die Plakette verweigert.
(Das ist übrigens auch meine Argumentation gegen eine EuP als Prüfer)

Darüber hinaus erwarte ich, dass er in jedem Fall die richtigen Prüfmethoden auswählt.
Er hat zu wissen wie der Prüfling zu untersuchen ist.
Das ist manchmal sicher nicht ganz einfach, gerade in der Laborausstattung eines Technikums bspw.
gibt es hin und wieder neue Geräte mit denen man sich auseinander setzen muss.
Aber das muss er dann auch wirklich tun. Stichwort : persönliche Zuverlässigkeit.
Improvisation ist nur beim "wie prüfen ?", nicht aber beim "was prüfen ?" erlaubt.
Jetzt bleibt nur noch die Beurteilung der Prüffristen, nicht wahr ?
Es ist also erforderlich, dass der Prüfer weiß, wie seine Prüflinge behandelt werden.
Das Argument der Historie der Geräte zieht nicht immer.
Wenn der Einsatz ausnahmsweise in rauher Umgebung ... ihr wisst schon was ich meine.
Er muss mit einer gesunden Skepsis und Vorahnung ausgestattet sein.
(Sehr diffus beschrieben, ich weiß)

Alles in allem gibt es meiner Meinung nach keinen Katalog, in dem man die Punkte der
Eignung nur abzuhaken braucht.
Es bleibt den Führungskräften überlassen, den "Richtigen" auszuwählen.
Und eigentlich sieht es so aus, dass man den besten Elektriker mit diesem Mistjob beauftragen muss,
nicht den "gerade Abkömmlichen".

Bis dahin,
Horst
__________________
Die Instandhaltung von Luftschlössern ist ein kostspieliges Vergnügen.
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  #5  
Alt 16.10.2006, 23:15
Elekjet
 
Beiträge: n/a
Hallo Horst,

Zitat:
Es bleibt den Führungskräften überlassen, den "Richtigen" auszuwählen.
Und eigentlich sieht es so aus, dass man den besten Elektriker mit diesem Mistjob beauftragen muss,
nicht den "gerade Abkömmlichen".

Du scheinst dich schon wieder aufzuregen, mit Recht.

Das Problem isr, mit prüfungen kann man die guten Leute nicht betrauen, die braucht man woanders. Aber welche Qualifikation man für welche Arbeit braucht bestimmen andere.
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  #6  
Alt 16.10.2006, 23:57
Benutzerbild von Horst
Horst Horst ist offline
Solexfahrer
 
Registriert seit: 12.07.2005
Ort: NRW
Beiträge: 204
Hallo Arno.

Ich rege mich nicht auf. So war es nicht gemeint.
Ganz im ernst.
Wer Geräte prüfen muss, bei uns sind es etwa 3500, sieht sich mit einer recht
langweiligen Aufgabe konfrontiert. Das ist eben der Mist, den ich meine.
Diese endlosen Wiederholungen.
Da darf nicht geschludert werden (sollte schon reiner Eigennutz sein).
Aber trotzdem oder gerade deshalb darf man nicht einfach einen "Hilfswilligen"
damit beauftragen, sondern muss obendrein sehr beschlagene und zuverlässge
Elektrofachkräfte damit beschäftigen.
Mehrere natürlich, sonst drehen die Leute irgendwann durch.
Und so wie ich es schon sagte - die Auswahl der Leute ist ein wichtiges Kriterium für gute Prüfqualität.
Letztlich ist man als Beauftragender, derjenige der sagt wer also "befähigte Person" ist, mitverantwortlich.
Organisationsverschulden ist da ein gern zitierter Begriff.

Bis denne,
Horst
__________________
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  #7  
Alt 17.10.2006, 00:07
Elekjet
 
Beiträge: n/a
Hallo Horst,

ich habe einen kubanischen Ingenieur, seine berufliche Qualifikation wird hier nicht anerkannt. Als ich den Job, illegale VEFK übernahm fristete er ein Darsein als Lampenwechsler. Nach 3 min Gespräch war das mein Mann. Wenn er geht hab ich ein Problem. (stellt regelmässig Fragen die mich in Verlegenheit bringen) Mehr kann man ja wohl von einem Mitarbeiter nicht erwarten. Unsere Supermänner, schon 10 Jahre länger da als ich... ich hör jetzt auf sonst reg ich mich auf. Und das mach ich eigentlich nie.
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  #8  
Alt 17.10.2006, 08:12
Tomy Tom Tomy Tom ist offline
AfH
 
Registriert seit: 05.09.2006
Ort: In den tiefsten Tiefen des PC's
Beiträge: 388
Unglücklich

Solche Schulungen würde ich auch gerne besuchen, gerade im Hinblick auf ie Prüflingen.
Hier frage ich mich bei eingen Geräten ob diese nun als ORTSVERÄNDERLICH gelten oder nicht.
Soweit ich das durch diverse Bücher verstanden habe wird laut VDE ein ortsveränderliches Gerät als solches bezeichnet, wenn dieses durch eine Steckverbindung vom Netz getrennt werden kann und nicht mehr als 18 KG wiegt.
Wenn ich das nun so sehen dürfte ich dann keinen Kühlschrank prüfen, da dieser ja in den meisten Fällen mehr als 18 KG wiegt, was aber dennoch falsch ist.
Gerade im Laborbereich stehe ich bei manchen Prüflingen vor einem Rätsel, nach welcher Messmethode ich nun messen soll.
Hinzu kommt noch das viele der Geräte nicht aus der EU sondern aus den U.S.A. stammen oder für den eigenen Einstatz von der technischen Werkstatt selbst gebaut wurden.

Hier würde mir echt eine solche Schulung bzw. ein Kurs weiterhelfen der mir auch anhand von praktischen Beispielen zeigt, wie man welche Geräte richtig einordnet.
Bei Unklarheiten frage ich natürlich unseren Verantwortlichen, aber auch er weiß in eingen Fällen nicht wie er dieses Gerät einschätzen soll.

Nunja da ich ja hauptsächlich im Laborbereich eingesetzt werde ist die Sache mit den Prüfungfristen klar, da laut VDE 702 diese 1 Jahr betragen.
Im Endeffekt heißt das für mich das ich in einem Jahr wieder dort anfange wo ich im letzten Jahr angefangen habe.
Hinzu kommt auch noch das ich nicht alle Geräte auch dann prüfen kann wenn diese zur Wiederholungsprüfung anstehen, da diese Geräte bei Forschungszewcken dann im Einsatz sind.
Ich habe in meinem Einsatzgebiet schon eige Geräte gesehen die schon längst überfällig sind, welche aber nicht geprüft werden können, da diese in der aktiven Forschung nun schon seit über einem Jahr im Dauereinsatz sind.

Hier ist schon eine echte Zwickmühle, denn zum einen habe ich ein echt laues Gefühl im Magen da diese Geräte geprüft gehören, aber auf der anderen Seite kann und darf ich diese nicht einfach ausschalten um diese zu prüfen, da sonst die ganze Forschung im Eimer wäre.

Bei all den ganzen Sachen die ich hier lese beschleicht mich mehr und mehr das Gefühl das ich ein SAUSCHLECHTER PRÜFER bin, auch wenn ich hartnäckig bei der Sache bleibe und die Geräte als ausgemustert erkläre die bei mir durch die Sicht- oder Wiederholungsprüfung fallen.
Auch wenn ich mich bei eingen Sachen schlechter mache als ich bin, würde mir eine solche Prüfung oder ein solcher Kurs durchaus helfen da ich mit diesem dann sehen könnte WO ich stehe und WELCHE DIFFERENZEN ich noch auszugleichen habe.
__________________
Tschau

Tomy Tom

Never Surrender
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  #9  
Alt 17.10.2006, 09:22
Benutzerbild von Horst
Horst Horst ist offline
Solexfahrer
 
Registriert seit: 12.07.2005
Ort: NRW
Beiträge: 204
@ all
Ich weiß, dass das hier in diesem Thread schon off topic ist.
Aber Qualifikation lässt sich ja auch diskutieren, nicht wahr ?
Und aus den Beiträgen kann man die Meinung dazu möglicherweise herauslesen.


Hallo Tomy Tom,

vorweg möchte ich mal etwas persönlicher werden.
Einen sauschlechten Prüfer mag es sicher geben.
Aber genau so sicher ist, dass er nichts dergleichen hinterfragen würde, was du angeschnitten hast.
Du kannst es also nicht sein.

Meine Empfehlung, wenn es um Kurse geht, sind die Schulungen der Berufsgenossenschaft.
Arbeitest du in einem Mitgliedsbetrieb sind sie kostenlos.

Einige Punkte aus deinem Text möchte ich dennoch aufgreifen.
Die Geräte können herstammen von wo sie wollen.
Du hast für die elektrische Sicherheit (nach deiner Prüfung) gerade zu stehen.
Die Sache mit den Prüffristen ist klar ? Ein Jahr laut VDE 0702 ?
Die Sache mit den Prüffristen ist ganz und gar nicht klar.
Das z.B. wird man dir bei der BG sehr deutlich machen. Du allein bestimmst die Fristen.
Falls Geräte im Dauereinsatz sind, können sie nicht "richtig" geprüft werden.
In einer Zwickmühle solltest du aber dann immer noch nicht sein.
Auch dafür wird man dir Tipps geben, denn es bleiben immer noch Möglichkeiten,
die elektrische Sicherheit nachzuweisen, zumindest unter bestimmten Bedingungen.

Bis dahin,
Horst
__________________
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  #10  
Alt 17.10.2006, 09:32
Benutzerbild von Horst
Horst Horst ist offline
Solexfahrer
 
Registriert seit: 12.07.2005
Ort: NRW
Beiträge: 204
Zitat:
Zitat von elekjet
Hallo Horst,
ich habe einen kubanischen Ingenieur, seine berufliche Qualifikation wird hier nicht anerkannt. ....
Du hast ihn ja schon qualifiziert.
Mir würde das auch reichen.
Dass sein Titel von deutschen Behörden nicht anerkannt wird, ist meiner Meinung nach nicht relevant.
Er ist zumindest das, was man eine EuP nennt. Und offenbar ja viel mehr.
Eine "echte" EuP ist für mich ein elektrotechnischer Laie, dem man eine
bestimmte Tätigkeit (bspw. Handhabung Messgerät) antrainiert hat.
Völlig unzureichend um die elektrische Sicherheit von Geräten oder Anlagen zu gewährleisten.
In deinem Fall ist das ganz anders zu sehen, denke ich.

Bis dahin,
Horst
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