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  #1  
Alt 05.01.2017, 13:13
LukSky LukSky ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 04.01.2017
Beiträge: 2
Verjüngung des Querschnitts innerhalb des Schaltschranks

Hallo
Bei unserer Hausinstallation wurde folgende Verkabelung durchgeführt.

Vorsicherung 63A -> 10qmm ->5 x Fi 40A (Durchgeschliffen) -> 6qmm -> Phasenschiene (10qmm) 20 x 16A Sicherungen

Meine Frage: Ist diese Verjüngung zulässig? Wenn nein, gibt es für diese Eine DIN oder VDE Vorschrift?

Danke im Vorfeld
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  #2  
Alt 05.01.2017, 17:25
Benutzerbild von Strippe-HH
Strippe-HH Strippe-HH ist offline
Funkenbändiger in Rente
 
Registriert seit: 10.10.2014
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.249
Das sind bestimmt diese käuflich zu erwerbenden fertigen Verdrahtungsbrücken die können schon verwendet werden.
Aber eine Frage dazu warum sind die FI-Schalter nicht vorgesichert oder besser noch wie sind die nachgeschalteten LSS auf die jeweiligen FI-Schalter aufgeteilt?
__________________
Immer das Beste draus machen
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  #3  
Alt 05.01.2017, 21:44
ego11 ego11 ist offline
Sicherheitsexperte
 
Registriert seit: 12.11.2006
Ort: Köln
Beiträge: 1.659
Gibt es da nun 100 LS Schalter oder insgesamt 20?

Wenn max. 2 LS B16 z.B pro Außenleiter hinter jedem FI sind, spricht nichts gegen die verdrahtung.
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  #4  
Alt 05.01.2017, 21:59
Benutzerbild von SPS
SPS SPS ist offline
Im Ruhestand
 
Registriert seit: 16.07.2004
Beiträge: 3.369
Zitat:
Zitat von ego11

Wenn max. 2 LS B16 z.B pro Außenleiter hinter jedem FI sind, spricht nichts gegen die verdrahtung.

Das kommt auf den Hersteller der RCD an.
Dieser sollte Angaben zum Überlastschutz machen.
Eaton hat in seiner Dokumentation 25A für einen 40A RCD stehen.
Bei ABB und Hager geht es so wie Vorgeschlagen. Andere Hersteller mal Anfragen

Bei 63A Vorsicherung und 6 mm² Brücken sehe ich ein Problem.
__________________
Mit freundlichem Gruß sps
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  #5  
Alt 05.01.2017, 22:16
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.594
Zitat:
Zitat von Strippe-HH
Das sind bestimmt diese käuflich zu erwerbenden fertigen Verdrahtungsbrücken die können schon verwendet werden. ...

Moin Strippe,

hier bitte gaaaanz vorsichtig. Wenn die Dinger über Gabelkabelschuhe verfügen, dann ist die zulässige Strombelastbarkeit sehr viel geringer als die der Leitung.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
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  #6  
Alt 05.01.2017, 22:18
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.594
Moin LukSky,

mal eben schnell ist die Frage nicht beantwortet. Hierzu wäre ein Schaltplan sinnvoll. Weiterhin wäre es gut, Hersteller und Typ der RCDs zu kennen. Auch hier gibt es teilweise Besonderheiten der Hersteller.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

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  #7  
Alt 05.01.2017, 23:29
Benutzerbild von Strippe-HH
Strippe-HH Strippe-HH ist offline
Funkenbändiger in Rente
 
Registriert seit: 10.10.2014
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.249
Zitat:
Zitat von Olaf S-H
,
hier bitte gaaaanz vorsichtig. Wenn die Dinger über Gabelkabelschuhe verfügen, dann ist die zulässige Strombelastbarkeit sehr viel geringer als die der Leitung.
Das ist richtig Olaf, aber hier hatte ich die Brücken mit den Steckkabelschuhen gemeint und die hab ich in meiner UV auch in diesen Querschnitt zwischen Hauptschalter und der Kammschiene zu den LSS (14Stück) verwendet und 3x50A kommen von Zähler hoch.
Aber wenn da nur ein Herd, ein Geschirrspüler und eine Waschmaschine sowie die übliche Beleuchtung dran hängt, bereitet es mir keine Bauchschmerzen wenn der Querschnitt an den ca. 15-20cm langen Brücken nur 6mm² beträgt.
Und geschmort hat bislang hier noch nie was
__________________
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  #8  
Alt 06.01.2017, 09:49
LukSky LukSky ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 04.01.2017
Beiträge: 2
Schon mal Danke für die Antworten.

Ich muss mich auch korrigieren. Habe gestern mal die Vorsicherungen rausgeschraubt. Da sind 3x 35A Sicherungen verbaut worden.

Was mich wundert ist der Sprung auf 6qmm und dann wieder auf 10qmm.

Ich traue dem Elektriker keinen mm mehr über den weg, da er bei der Neuinstallation soviel Mist gebaut hat.

Die 5 FIs sind von Hager (CDA440D)
Die 6qmm Brücken sind ca. 10 cm lang
Als Sicherungen werden zum größten Teil Hager MBN 116 verbaut

Folgende Aufteilung der FIs
1. 1 x C16 MCN 316; 5 x B16
2. 4 x B 16
3. 3 x B16 MBN 36; 3x B16
4. 20 x B16
5. 20 x B16
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  #9  
Alt 06.01.2017, 10:31
Funker Funker ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 23.04.2015
Beiträge: 713
VDE 0100-430 :2010 - 11 beschreibt in 433.2.2. bzw. 433.3.2. die
Anordnung der Einrichtungen für den Schutz bei Überlast und Kurzschluß.

Hintergrund :

Rein formal müßte bei Querschnittswechsel eines Leiters sofort eine andere
Absicherung erfolgen.

Praktisch ist das nicht möglich, da ja das Schutzorgan eine endliche Ausdehnung hat und kein Punkt ist.
Daher muß also schon aus praktischen Gründen des Anschlusses als auch gegebenenfalls der Anschlußvervielfältigung mit mehreren Klemmen die Zulässigkeit berücksichtig werden, daß über geringe Längen auch eine Wärmeabgabe nicht nur senkrecht von der Leitung seitwärts an die Umgebung sondern auch entlang des Leiters bis zu Klemme erfolgt und zulässig ist.

Daher steht dort unter bestimmten Bedingungen sogar ein Wert von 3 m.
Vergleichsweise gibt es in VDE 0100-520 Beiblatt 1 Reduktionsfaktoren
von in Wärmedämmung verlegten Leitungen in Abhängigkeit von der Länge der Verlegung, Tabelle 52 A - Leider fehlt dort eine Angabe zu den Zahlen
nämlich > oder <. Liest man das vernünftigerweise als bis zu einer Länge,
d.h. < als, dann ist das bis ca. 50 mm = 5 cm unkritisch.
Da im Verteiler die Adern an den LS Schaltern nicht gebündelt vorliegen,
wäre sogar ein Entlastungsfaktor möglich, nur eine Ader belastet anstelle 3.

Insofern ist es daher grundsätzlich durchaus möglich bei den Verbindern in einem Verteiler mit etwas kleineren Querschnitten zu arbeiten als es die angeschlossenen Kabel sind.
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  #10  
Alt 06.01.2017, 11:42
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 10.01.2005
Beiträge: 11.594
Zitat:
Zitat von Funker
VDE 0100-430 :2010 - 11 beschreibt in 433.2.2. bzw. 433.3.2. die
Anordnung der Einrichtungen für den Schutz bei Überlast und Kurzschluß.

Hintergrund :

Rein formal müßte bei Querschnittswechsel eines Leiters sofort eine andere
Absicherung erfolgen. ...

Moin Funker,

dieser Denkweise nach muss auch bei der Änderung der Verlegeart ein Schutzorgan gesetzt werden.

Das Schutzorgan ist so auszulegen, dass die "schwächste" Stelle der nachgeschalteten Anlage ausreichend geschützt ist.

Gruß Olaf
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