diesteckdose
 

Zurück   diesteckdose > Elektrotechnik > Elektroinstallation
Benutzername
Kennwort
Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren Forum Home

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 03.01.2017, 17:46
tarkom tarkom ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 29.12.2010
Beiträge: 17
SCHUKO Steckdosen im Werkraum zulässig?

Hallo zusammen,

ich habe in einer weiterführenden Schule mehrere Werkräume und einen Maschinenraum gesehen in denen normale Haushalts-Schuko-Steckdosen verbaut wurden (Berker S1 polarweiß, ohne Deckel).
Ich bin im Gegensatz zum Fachplaner der Meinung dass diese Steckdosen in diesen Bereichen nicht zulässig sind (Schlagfestigkeit, Staubschutz, ...).
Leider gibt es keine Gefährungsbeurteilung o.ä.
Die VDE gibt für diesen Fall auch nichts her.
Ist hier jemandem eine Richtlinie oder Vorschrift bekannt aus der man die Anforderungen für die o.g. Räume ableiten kann?

Gruß
tarkom
__________________
_____________
Gruß
tarkom
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 03.01.2017, 19:24
Benutzerbild von langer
langer langer ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 05.07.2010
Ort: Am Rande des Ruhrpotts
Beiträge: 1.296
Moin,

die Gefährdungsbeurteilung ist das A & O dabei, denn nur dadurch kann festgestellt werden, welche Steckdosen wirklich sinnvoll sind.
Eine Gefährdungsbeurteilung ist sogar gefordert und muss erstellt werden, verantwortlich dafür ist der Anlagenbetreiber, der ggf auch eine fachkundige Person damit beauftragen kann.

Eine ganz pauschale Antwort kann man auch so nicht geben, denn nur Du kennst die wirklichen Umgebungsbedingungen.

Viele Grüße
langer
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 03.01.2017, 19:47
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 11.01.2005
Beiträge: 11.371
Moin tarkom,

langer hat vollumfänglich Recht. Die Gefährdungsbeurteilung ist der Dreh- und Angelpunkt. Der Elektriker führt entsprechend der Gefährdungsbeurteilung die Installation aus. Allerdings wird er auch bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung benötigt, da er das nötige Fachwissen einbringt.

Es ist schwer, aus der Angabe "Werkraum" bzw. "Maschinenraum" die erforderliche Installationsausführung abzuleiten. Klappdeckel und schlagfest ist sicherlich gut. Es kann aber zusätzlich auch spritzwassergeschützt erforderlich sein. Not-Aus ist hier auch ein interessantes Thema ebenso wie RCD Typ B. Ein weiterer Punkt ist die Ausführung der Geräte/Maschinen.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 03.01.2017, 22:14
karo1170 karo1170 ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 31.03.2014
Beiträge: 207
Zitat:
Zitat von Olaf S-H
Moin tarkom,

langer hat vollumfänglich Recht. Die Gefährdungsbeurteilung ist der Dreh- und Angelpunkt. Der Elektriker führt entsprechend der Gefährdungsbeurteilung die Installation aus. Allerdings wird er auch bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung benötigt, da er das nötige Fachwissen einbringt.

Wenn die Anlage von einem Fachplaner geplant wurde, sollte dieser der Ansprechpartner fuer Gefaehrdungen sein. Nicht der ausfuehrende Elektriker.

Zitat:
Zitat von Olaf S-H
Es ist schwer, aus der Angabe "Werkraum" bzw. "Maschinenraum" die erforderliche Installationsausführung abzuleiten. Klappdeckel und schlagfest ist sicherlich gut. Es kann aber zusätzlich auch spritzwassergeschützt erforderlich sein.

Maschinen und Spritzwasser sind im Werkraum einer weiterfuehrenden Schule keine sinnvolle Kombination. Erhoehter Beruehrungsschutz fuer Steckdosen sollte vorhanden sein.

Zitat:
Zitat von Olaf S-H
Not-Aus ist hier auch ein interessantes Thema ebenso wie RCD Typ B. Ein weiterer Punkt ist die Ausführung der Geräte/Maschinen.

Die Forderungen nach einem Notaus stehen in der jew. GUVV sicherlich drin, Ebenso die Anforderungen an Maschinen, insbesondere an die Absaugung von Staub.

RCD Typ B? Wenn man daran glaubt oder damit Geld verdienen kann...

Forderungen diesbezueglich, die man aus Normen oder GUV-Richtlinien ableiten kann, sind mir nicht bekannt.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 03.01.2017, 23:07
Olaf S-H Olaf S-H ist offline
.
 
Registriert seit: 11.01.2005
Beiträge: 11.371
Moin Karo,

mit "Elektriker" meinte ich weder den Fachplaner noch den ausführenden Fachbetrieb als solches.

Wenn der Fachplaner diese Gefährdungsbeurteilung erstellen kann, dann ist es ja gut. Leider ist mir in meiner Laufbahn noch kein Fachplaner begegnet, der eine Gefährdungsbeurteilung erstellt hat. Bei den ausführenden Fachfirmen war es nicht viel besser. Auf Nachfrage war da manchmal durch deren externe Dienstleister etwas möglich.

Gruß Olaf
__________________
Dies ist keine rechtsverbindliche Auskunft sondern meine Meinung bzw. mein Tipp für den Bereich der Bundesrepublik Deutschland! Die einschlägigen Normen/Vorschriften (z. B. DIN, VDE, TAB, DGUV, TRBS, NAV, EN, LBO, LAR, ArbStättV, BetrSichV, ProdSG, ...) sind zu beachten. Ein Rechtsanspruch kann hieraus nicht abgeleitet werden.

Für elektrotechnische Laien gilt: Dieser Beitrag erläutert die technischen Zusammenhänge. Die Umsetzung obliegt den konzessionierten Fachbetrieben (§13(2)NAV).

"Wer eine Handlung begeht, der übernimmt auch alle daraus folgende Pflichten." §33 I-3 prALR 1794
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 03.01.2017, 23:21
Benutzerbild von langer
langer langer ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 05.07.2010
Ort: Am Rande des Ruhrpotts
Beiträge: 1.296
Zitat:
Zitat von karo1170

RCD Typ B? Wenn man daran glaubt oder damit Geld verdienen kann...

Forderungen diesbezueglich, die man aus Normen oder GUV-Richtlinien ableiten kann, sind mir nicht bekannt.

Hallo Karo,

welchen RCD würdest Du denn einsetzen, wenn Maschinen mit Frequenzumrichter oder Servoantrieb betrieben werden sollen?

Gruß
langer
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 03.01.2017, 23:32
karo1170 karo1170 ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 31.03.2014
Beiträge: 207
Zitat:
Zitat von Olaf S-H
Moin Karo,

mit "Elektriker" meinte ich weder den Fachplaner noch den ausführenden Fachbetrieb als solches.

Wenn der Fachplaner diese Gefährdungsbeurteilung erstellen kann, dann ist es ja gut. Leider ist mir in meiner Laufbahn noch kein Fachplaner begegnet, der eine Gefährdungsbeurteilung erstellt hat.

Der Fachplaner muss als Grundlage seiner Planung die rechtlichen Forderungen in Bezug auf moegliche Gefaehrdungen bewerten und daraufhin das geeignete Material auswaehlen. Ob er diese Art "Gefaehrdungsbeurteilung" nun formvollendet schriftlich fuer jede Steckdose macht oder eine pauschale Festlegung trifft, ist seine Entscheidung und liegt in seiner Verantwortung.

Zitat:
Zitat von langer
welchen RCD würdest Du denn einsetzen, wenn Maschinen mit Frequenzumrichter oder Servoantrieb betrieben werden sollen?

Gar keinen. Fuer Maschinen wird kein "zusaetzlicher Schutz durch RCD" gefordert.
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 04.01.2017, 00:05
Benutzerbild von cyclist
cyclist cyclist ist offline
Bionische Stromerzeugung
 
Registriert seit: 23.11.2005
Ort: Ruhrpott, tief im Westen u. OWL
Beiträge: 2.139
Hallo Karo!
Zitat:
Gar keinen. Fuer Maschinen wird kein "zusaetzlicher Schutz durch RCD" gefordert.
Naja...
Wenn die Maschinen in einer normalen Werkstatt stehen würden, sowie fest angeschlossen wären, dann könnte man ganz vielleicht noch drauf verzichten...
Aber dann kommt erst mal schon der Brandschutz / Holzbearbeitung (feuergefährdete Betriebsstätte) dazu ---> RCD mit max. 300mA Bemessungsdifferenzstrom...
Auch kommt hier noch eine höhere Gefährdung dazu, von wegen Schule dazu...
Dann gehts ja hier um Schukosteckdosen, die ja neu installiert werden... also RCD 30mA... Dito für eventuelle CEE 16A Steckdosen...

Und zuletzt könnte noch der Ruf nach dem AFDD kommen...

Man darf halt nicht nur bis mittags denken...

Not-Aus usw. lasse ich mal außen vor...
__________________
Ciao + Gruss
Markus
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 04.01.2017, 00:22
karo1170 karo1170 ist offline
Kabelknabberer
 
Registriert seit: 31.03.2014
Beiträge: 207
Zitat:
Zitat von cyclist
Aber dann kommt erst mal schon der Brandschutz / Holzbearbeitung (feuergefährdete Betriebsstätte) dazu ---> RCD mit max. 300mA Bemessungsdifferenzstrom...

Die Einstufung, was eine feuergefaehrdete Betriebsstaette ist (z.B. in Anlehnung an die VdS 2033), und ob ein Werkraum einer Schule darunter faellt, sollte nicht der Elektriker treffen.

Zitat:
Zitat von cyclist
Auch kommt hier noch eine höhere Gefährdung dazu, von wegen Schule dazu...

Hoeher als was? Auf welcher Grundlage?

Zitat:
Zitat von cyclist
Dann gehts ja hier um Schukosteckdosen, die ja neu installiert werden... also RCD 30mA... Dito für eventuelle CEE 16A Steckdosen...

Wofuer wird der "zusaetzliche Schutz durch RCD" gefordert...und wofuer nicht?

Zitat:
Zitat von cyclist
Und zuletzt könnte noch der Ruf nach dem AFDD kommen...

Man darf halt nicht nur bis mittags denken...

Not-Aus usw. lasse ich mal außen vor...

Du hast nur noch Ex-Schutz, Erdbebensicherheit und ansteckende Krankheiten vergessen...
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 04.01.2017, 01:27
Benutzerbild von -Claus-
-Claus- -Claus- ist offline
im Ruhestand
 
Registriert seit: 21.01.2010
Ort: Sachsen
Beiträge: 2.806
Hallo tarkom
Wenn es um Schulgebäude geht, dürfte dieser Link hilfreich sein.
https://www.google.de/url?sa=t&rct=j...Zwwlag&cad=rja
Hat zwar schon einige Jährchen, aber deswegen nicht uninteressant.
Gruß
Claus
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
5 x 2,5 NYM Leitung in Henseldose auf 3 x Schuko-Steckdosen 230 V verteilen - vde jokari Elektroinstallation 8 13.06.2016 01:06
Adapter Schuko-Stecker auf CEE-Kupplung zulässig? Mortimer Normen VDE BGV und andere 26 02.07.2015 11:03
Schuko-Adapter auf 2 o. 3 Schukos zulässig? cyclist Elektrotechnik-Board 12 25.01.2015 21:28
Alleiniges Ankrallen von Steckdosen nicht mehr zulässig? Strippe-HH Elektroinstallation 4 25.01.2015 17:45
Schuko ohne Schuko... Gast Normen VDE BGV und andere 21 30.12.2003 10:20


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:02 Uhr.


Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.