diesteckdose
 

Zurück   diesteckdose > Elektrotechnik > Elektrotechnik-Board
Benutzername
Kennwort
Registrieren Hilfe Benutzerliste Kalender Suchen Heutige Beiträge Alle Foren als gelesen markieren Forum Home

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht
  #1  
Alt 30.11.2016, 23:02
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 4.527
Braun Küchenmaschine schon nach 38 Jahren kaputt

Hallo.

gestern machte es 'bums'.

Dann sagte die Küchenmaschine keinen Mucks mehr.

Und das schon nach 38 Jahren !

So'n Scheiss.

Keine Qualität mehr in Deutschland.

Also das Gehäuse aufgeschraubt.

Und siehe da, der Kondensator mit
zwei mal 2500 müF war
explodiert.
- Ein Zulieferbauteil -
Noch mal Glück gehabt.

...
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 01.12.2016, 05:33
Meister_Stefan Meister_Stefan ist offline
Geerdeter
 
Registriert seit: 09.08.2009
Ort: Zwischen Münster und Osnabrück
Beiträge: 401
da ist doch gerade erst die Gewährleistung abgelaufen
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 01.12.2016, 07:00
Jörgi-1911 Jörgi-1911 ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 25.01.2012
Beiträge: 699
Zitat:
Zitat von Elt-Onkel
...und siehe da, der Kondensator mit
zwei mal 2500 müF war
explodiert.
- Ein Zulieferbauteil -


...

Der Kumpel wird einfach nur eingetrocknet gewesen sein. Damit ist aus
dem Elektrolyt-Kondensator ein Folienkondensator mit festem Dielektrikum
geworden. Das wird dann spröde und rissig.
Irgendwann bilden sich in den Mikrorissen Kriechspuren und
der Kondensator öffnet sein Herz.

Neuer ElKo rein und das Gerätchen verrichtet weitere xx Jahre seinen Dienst.
Mechanisch gehen die Dinger doch nicht kaputt.
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 01.12.2016, 12:18
Trumbaschl Trumbaschl ist offline
Sicherheitsexperte
 
Registriert seit: 11.02.2004
Beiträge: 1.609
Ich denke das war ein XY-Entstörkondi, der Luftfeuchtigkeit gezogen hat und dann irgendwann explodiert ist. 2500 µF glaube ich auch ganz entschieden nicht, eher pF, d.h. 2,5 nF. Das wird die Y-Komponente gewesen sein, die X-Komponente dann wahrscheinlich 100 oder 150 nF. Sinn und Zweck des Dings ist das Fernhalten von Störungen durch das Bürstenfeuer vom Stromnetz.
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 01.12.2016, 15:53
Benutzerbild von Strippe-HH
Strippe-HH Strippe-HH ist offline
Funkenbändiger in Rente
 
Registriert seit: 10.10.2014
Ort: Hamburg
Beiträge: 1.249
Überhaupt schon ein Wunder, dass solch ein Gerät 38 Jahre gehalten hat, aber man bekommt das ja wenigstens noch geöffnet zwecks Reparatur.
Kaufe mal heutzutage ein solches Gerät- Garantie gerade abgelaufen und schon defekt und geöffnet bekommt man es nicht mehr
Bei uns hat die Stadtreinigung teilweise schon Entsorgungscontainer für defekte Elektrokleingeräte an bestimmten Sammelplätzen aufgestellt da man diese Geräte nicht mehr in den Hausmüll entsorgen darf (Abfallverwertungsgesetz).
__________________
Immer das Beste draus machen
Mit Zitat antworten
  #6  
Alt 03.12.2016, 11:51
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 4.527
Hallo,

die Microfarat waren tatsächlich falsch.

Es ist ein XY - KOndensator mit Kunststoffaußenmantel.
(19 mm Durchmesser - 42 mm lang)

Die Werte:

0,2 müF + 2 x 2500 pF

Vom Schaltbild her, ist es ein Kondensator,
wo zwischen den Platten eine weitere Platte angeordnet ist.

O.K. die beiden äußeren Platten werden mit L und N verbunden.
Die innere Platte mit dem Gehäuse vom Motor.

(PE - Zuleitung hat die Maschine nicht.)

Sind solche Kondensatoren handelsüblich ?
Welche Toleranzen sind möglich, falls es die original-Werte nicht gibt ?
Gibt es ein Ersatzschaltbild (Um so etwas ggfs. aus Einzelbauteilen zu bauen.) ?
Hat die C-Apotheke so etwas ?
Wenn nein, woher nehmen ?

Es gibt noch einen Entladewiderstand direkt an der Netzklemme.
(Also noch vor dem Netzschalter !)


...
Mit Zitat antworten
  #7  
Alt 03.12.2016, 12:10
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist offline
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 4.527
Hallo,

C hat einen !

Allerdings für 11,48 EUR
(20 mm x 35 mm)

Der nächste hätte 0,1 müF und 2 x 2,5 nF und kostet die Hälfte.

Das Ersatzschaltbild täte mich doch noch interessieren.


...
Mit Zitat antworten
  #8  
Alt 04.12.2016, 13:17
Jörgi-1911 Jörgi-1911 ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 25.01.2012
Beiträge: 699
Zitat:
Zitat von Elt-Onkel
Hallo,

C hat einen !

Allerdings für 11,48 EUR
(20 mm x 35 mm)


...


Tja dann...

Wenn ich die Haltbarkeit des verbauten Kondensators auf die
38 Jahre aufbreche, entstanden in der Vergangenheit pro Tag
0,0251754385964912 Euro Instandhaltungskosten die auf einen
defekten Kondensator zurückzuführen sind.
Abgesehen von Deiner Arbeitszeit ist das der Preis. Kauf eine
Küchenmaschine mit ähnlicher Qualität und versuch diese Kosten
zu unterbieten.

Ich höre mir täglich mehrmals an, warum ein Kunde jetzt 54,30
Euro in ein Ersatzteil investieren muß, was er im verbauten Zustand
nichtmal sieht. "Und eigentlich brauche ich garkeinen Raddrehzahlsensor,
mein Auto fährt auch ohne..." - aber eben nicht mit TÜV-Plakette.
Mit Zitat antworten
  #9  
Alt 05.12.2016, 11:24
ThomasR ThomasR ist offline
Dauerbrenner
 
Registriert seit: 27.03.2005
Ort: Nideggen
Beiträge: 572
Das ist ein X und zwei Y Kondensatoren im gleichen Gehäuse. Kann durch drei einzelne X-Kondensatoren ersetzt werden (Entladewiderstand > 1MOhm nicht vergessen!). Die beiden Y-Kondensatoren sind hier wegen des fehlenden Schutzleiters in derselben Isolationsklasse wie der X Kondensator.

Y-Kondensatoren müssen eigentlich noch höheren Isolationsanforderungen entsprechen als X-Kondensatoren, weil sie im Schadensfall gegen den PE durchschlagen würden. Da hier kein PE vorhanden ist, bezieht sich die Bezeichnung lediglich auf die Funktion (symmetrische/unsymmetrische Störunterdrückung).

Die Ersatzwerte sind unkritisch, sollten aber nicht kleiner sein als die vorherigen Kapazitätswerte. In jedem Fall aber immer mindestens X-Klasse! Und mindestens X2 oder Y2, sonst gern X1 bzw. Y1.

Die Schaltbilder sind im Wiki Artikel zu Entstörkondensatoren abgebildet.
Mit Zitat antworten
  #10  
Alt 05.12.2016, 14:13
Leerer Leerer ist offline
Null-Leiter
 
Registriert seit: 31.10.2016
Beiträge: 26
Zitat:
Zitat von Jörgi-1911
Wenn ich die Haltbarkeit des verbauten Kondensators auf die
38 Jahre aufbreche, entstanden in der Vergangenheit pro Tag
0,0251754385964912 Euro Instandhaltungskosten die auf einen
defekten Kondensator zurückzuführen sind.
Wohl eher pro Monat.
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
50Hertz - mit 66 Jahren, da fängt das Leben an ... Olaf S-H Allgemeines Board 10 17.01.2016 14:16
Erstprüfung nach "X" Jahren Challenger Messen und Prüfen von Anlagen 12 07.11.2015 12:59
Alu-Gehäuse aus den 1960er-Jahren mikmik Elektrotechnik-Board 3 25.03.2014 19:03
Sockelleistenkanal braun? Teletrabi Elektroinstallation 1 29.11.2008 20:22
Außensteckdose IP 44 braun masterelektrik Elektroinstallation 1 04.08.2007 19:49


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 05:14 Uhr.


Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2017, Jelsoft Enterprises Ltd.