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  #51  
Alt 07.10.2016, 20:20
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist gerade online
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 4.515
Hallo,

genau daher haben die örtlichen Feuerwehren zumindest eine Basismenge
von Erdungsgarnituen vorzuhalten.

Wie wir gesehen haben, ist es für den Verunfallten (meistens) sowieso
zu spät.

Es geht darum, alle Umstehenden und die Fahrgäste zu schützen.

Bei einem Kurzschluß der Fahrleitung gegen Erde reißt des öfteren
der Fahrdraht.

Dann muß die örtliche FF Sicherheit herstellen können.

Zwei bis vier Garnituren (incl. Spannungsprüfer) wären da schon hilfreich.

Da reden wir über Kosten von ca. 2'000,- EUR für das Material.


...
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  #52  
Alt 07.10.2016, 20:37
Benutzerbild von didy
didy didy ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 14.04.2005
Beiträge: 1.379
Zitat:
Zitat von Teletrabi
Vor etwa 20 Jahren im Zuge der Privatisierung. Seither sind die Standorte (meist Ausbesserungswerken angegliedert) bestenfalls interne Betriebsfeuerwehr oder ganz in dieser Funktion aufgelöst.
Okay, hab ich vermutet.
Neugierdehalber, hast du wo ne Übersicht wo es überall Bahnfeuerwehrstandorte gab?

Zitat:
Zitat von Teletrabi
Zitat:
Pflicht hin oder her. Bis der Notfallmanager da ist, dauert es allemal deutlich länger, als bei der örtlichen Feuerwehr...
Das ist das Problem...
Wobei das tendentiell früher mit einer Bahnfeuerwehr wohl ähnlich war?

Zitat:
Zitat von Teletrabi
Wie halt auch der Bund mit seinem BGS die polizeiliche Rolle im Kontext der Bahn selbst wahrnahm statt den Landespolizeien.
Mööp, kleiner Irrtum. Das ist heute noch so.
Nur heißt der Laden inzwischen Bundespolizei. Auf Bahngebiet sind die zuständig.
(Nebenbei, war es zu Bundesbahn-Zeiten sogar überwiegend eine eigene Bahnpolizei. Die wurde erst im Zuge der Wiedervereinigung zum Bundesgrenzschutz eingegliedert, der später zur Bundespolizei wurde.)
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  #53  
Alt 14.10.2016, 15:01
IH-Elektriker IH-Elektriker ist offline
Halbleiter
 
Registriert seit: 09.01.2013
Beiträge: 1.010
Zum Thema Feuerwehr und Strom ist mir heute eine nette VDE-Norm unter die Finge gekommen:

DIN VDE 0132 - Brandbekämpfung und technische Hilfeleistung im Bereich elektrischer Anlagen

Betreffend der Erdung von Hochspannungsleitungen steht folgender Satz in der Norm:

"Hochspannungsanlagen, z. B. Freileitungen, dürfen unter keinen Umständen durch behelfsmäßiges Erden und Kurzschließen oder Durchtrennen spannungsfrei gemacht werden, weil diese Maßnahmen mit nicht überschaubaren Gefahren verbunden sind."

Die Quintessenz aus dieser Norm ist das die FW alles was Abschalten, Erden usw. betrifft eigentlich im Normalfall zu unterlassen hat bis fachkundiges Personal das sich mit der Anlage auskennt vor Ort ist - Ausnahmen nur dann wenn es um die Rettung von Menschenleben geht.

Die Feuerwehr darf also nur selbst aktiv werden wenn z.B. abzusehen ist das eine Person verstirbt bevor fachkundiges Personal vor Ort ist....
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  #54  
Alt 14.10.2016, 18:23
Benutzerbild von Elt-Onkel
Elt-Onkel Elt-Onkel ist gerade online
Starkstrom
 
Registriert seit: 25.03.2004
Beiträge: 4.515
Hallo,

sorry, Deine Aussage UND Schlussfolgerungen sind GRUNDFALSCH.

Der Feuerwehrmann als ausgebildeter Bahnerden macht nix provisorisches oder behelfsmäßiges.

Es gibt zugelasene Garnituren, wo sogar die Farbe der Isolierung und des Schrumpfschlaues über den Kabelschuhen vorgeschrieben ist.

Durchtrennen von Fahrleitungen ist auch nicht Aufgabe des Bahnerdungsberechtigen.

Abschalten tut die ZES.

Und um Hochspannung geht es auch nicht.

15kV sind Mittelspannung.

Bahnerden ist ein Geschäft für Profis.

Die sind auszubilden und nach dem Gesetz vorzuhalten,
wenn eine Bahnlinie durch den Gemeindebezirk verläuft.
Jeder OA-Leiter als Chef der Feuerwehr macht sich angreifbar,
wenn er aus Geldgründen dieses unterlässt.


...


P.S.
Das Bahnerden auf DB-Baustellen übernehmen die SiPo's.
(Wenn sie denn eine Lizenz dafür haben.)
SiPo ist die unterste Lohngruppe auf der Baustelle.
Früher gab es dafür 6,80 EUR brutto, heute zwangsläufig 8,50 EUR die Stunde.
Da will mir doch niemand erzählen,
daß ein durchschittlicher, deutscher Feuerwehrmann nicht in der Lage ist,
so eine solche Tätigkeit zu erlernen.
Zudem muß die Lizenz jedes Jahr erneuert werden.
Die Aufgabe ist doch einfach:
Auf einer eingewiesenen Strecke im Gefahrenfall den FDL oder die ZES anrufen,
und sich die Abschaltung bestätigen lassen.
Dann den Spannungsprüfer einhängen,
und zeitnah das olle Kabel festschrauben.
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